Logo ZEDDie Arbeitsgruppe Lokale Passung – Sozialstruktur und Umweltverbrauch ist ab November 2017 in dem auf fünf Jahre angelegten Forschungsprojekt “Zwickauer Energiewende Demonstrieren” (ZED) mit dem Teilprojekt “ZED – Nachhaltige und nutzerorientierte Technologieentwicklung” beteiligt.

Das Projekt „Zwickauer Energiewende Demonstrieren“ (ZED) ist ein von der Stadt Zwickau initiiertes Verbundvorhaben von wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Partnern. Oberstes Ziel ist es, Technologien und Methoden für die lokale Energiewende und insbesondere die Wärmewende vor Ort zu entwickeln und in einem geeigneten Quartier in Zwickau-Marienthal als Reallabor zu demonstrieren. Dabei bildet die Konzeption und Implementierung elektrisch-thermischer Verbundsysteme die Grundlage für eine energetische Quartiersentwicklung zur Realisierung von Null-Emissions-Quartieren. Hierfür sind hocheffiziente Speichertechnologien und die Kombination elektrischer und thermischer Gesamtkonzepte erforderlich. Aufgrund der in Zwickau vorzufindenden demografischen Struktur ist die Stadt schon heute näher an der Zukunft – sei es hinsichtlich der Bevölkerungsstruktur oder dem vergleichsweise hohen technischen Startniveau infolge der zahlreichen durchgeführten Projekte in diesem Umfeld. Die Sozialgerechtigkeit spielt in Schwerpunktregionen wie Zwickau eine besondere Rolle. Es ist in diesem inter- und transdisziplinären Vorhaben unabdingbar, eine nutzerorientierte und -zentrierte Technologieentwicklung anzustreben.

Daher hat das Teilprojekt „ZED – Nachhaltige und nutzerorientierte Technologieentwicklung“ zum Ziel, bei aller Komplexität der Technologieentwicklung, die Aspekte der sozialen Gerechtigkeit nicht außer Acht zu lassen. Die Sicherung von bezahlbaren, energieeffizienten und möglichst klimaneutralen Wohnraums für alle Bevölkerungsschichten, Altersgruppen und Familienstrukturen steht hier im Fokus. Das bedeutet, dass der Energiearmut wie auch der Altersarmut entgegengewirkt werden soll. Die Entwicklung und Demonstration von sozio-ökonomischen Modellen für eine nachhaltige Versorgungsstruktur im Quartier Zwickau-Marienthal ist entsprechend eines der Hauptziele. Im Sinne einer nachhaltigen Wärmewende wird ein umfassenderes Verständnis der Interaktion von Gebäudephysik, unterschiedlichen Versorgungssystemen und dem individuellen Verbrauchsverhalten der Bewohner angestrebt. Unter Einbezug der Soziodemographie, aber auch variierender Vorstellungen bezüglich eines angenehmen Raumklimas können die Gewohnheiten und Präferenzen der Bewohner frühzeitig erfasst werden und in die Technikgestaltung einfließen.

Das Projekt wird gefördert im Rahmen der Förderbekanntmachung “Solares Bauen/ Energieffiziente Stadt” durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Weitere Infos