EnRe

Laufzeit 01.06.2017 – 31.12.2017

Das im Anschluss an das Projekt Lokale Passung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt „Energiebedarfsrechner“ (EnRe) zielt auf eine wohnungsgenaue Abschätzung des Heizenergiebedarfs ab. Dadurch bekommen Mieter und Käufer einer Wohnung spezifischere Hinweise zum Energieverbrauch einzelner Wohnungen, zudem werden Energieberatungen in ihrer Beurteilung von Heizverbräuchen unterstützt.  Schließlich wird die Forschung zum Nutzerverhalten auf eine interdisziplinär durchdachte Grundlage gestellt; denn ob ein Nutzer „viel“ oder „wenig“ verbraucht, kann nur beurteilt werden, wenn man Verhaltens- und Bedarfskomponenten voneinander abgrenzen kann. Dies wird durch eine interdisziplinäre Herangehensweise mit Ingenieuren, Informatikern und Soziologen sowie einem Methodenmix aus Workshops, Experteninterviews und quantitativer Datenanalyse erreicht.

 

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Lokale Passung

Laufzeit 2013 – 2016

Im durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Sozial-ökologischen Forschung zum Themenschwerpunkt „Umwelt- und gesellschaftsverträgliche Transformation des Energiesystem“ geförderte Projekt: „Lokal und sozial – Anpassung von Energiesystemen und sozialen Strukturen durch interdisziplinäre Energieberatung auf kommunaler Ebene“ haben die Forschungspartner LMU und bifa die Zusammenhänge zwischen Energiepräferenzen der Nutzer, Eigenheiten der Energiesysteme und Siedlungsstrukturen untersucht und dabei kommunale Energiewendeprojekte bei der Umsetzung unterstützt.

Die Bundesregierung hat im September 2010 ein Energiekonzept beschlossen, welches Maßnahmen zum Ausbau der Erneuerbaren Energien, der Netze, und zur Energieeffizienz festlegt. Die Energiewende kann sich jedoch nicht allein darauf beschränken, von Allem mehr auf den Weg zu bringen – mehr Energieeinsparung, mehr Energieeffizienz und mehr Erneuerbare Energien. Unseres Erachtens kommt es auch auf die lokale Passung von Energiesystemen mit dem Energiebedarf und den Energiepräferenzen der Bürger an. Dabei haben Kommunen als Verantwortliche für die lokale Infrastruktur, für die Bau- und Raumplanung, sowie als Träger kommunaler Energieversorger und kommunaler Energieberatungsstellen eine Schlüsselrolle. Ausgewählte Kommunen waren deshalb Praxispartner im Verbundprojekt. Durch die enge Kooperation zwischen wissenschaftlichen und kommunalen Partnern sowie durch die frühzeitige Einbindung der Bevölkerung in den Entwicklungsprozess wurde die Praxistauglichkeit der zu entwickelten Strategien zur Umsetzung der Energiewende sichergestellt.

Projektberichte:

 

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Klima Regional

Laufzeit 2010 – 2013

Der Klimawandel erscheint als „globales Phänomen“ – dennoch bestehen sehr gute Möglichkeiten zur Gestaltung von Klimapolitik auf der Ebene von Gemeinden. Diese wurden jedoch bisher, so die Ausgangsvermutung des Projekts, zu wenig berücksichtigt, geschweige denn systematisch ausgearbeitet. Das im Dezember 2013 abgeschlossene Projekt Klima Regional richtete deshalb den Fokus auf die Vielfalt regionaler Handlungsmöglichkeiten, die entstehen und stabilisiert werden, um dem Klimawandel und seinen Folgen zu begegnen. Im Mittelpunkt des Vorhabens stand die Wahrnehmung des Klimawandels in Alpengemeinden Bayerns und Südtirols sowie die Maßnahmen, die diesbezüglich unternommen werden. Konkret wurden Fragen wie die Rolle des Klimawandels für die Umwelt und das gesellschaftliche/wirtschaftliche Leben in verschiedenen Gemeinden, sowie förderliche Strukturbedingungen – z.B. Siedlungsformen, Verkehr, Wirtschaftsweisen, Besitzverhältnisse für den Klimaschutz und die Klimaanpassung in den Fokus gerückt. Diesen Fragen wurde in einem interdisziplinären Projekt mit dem Ziel, die sozialwissenschaftliche Klimaforschung als eigenen Forschungsschwerpunkt weiterzuentwickeln, bearbeitet.

Das Teilprojekt der LMU „Strukturelle Analysen“ untersuchte anhand statistischer Daten von Gemeinden und Städten, wie die damit verbundenen Wohnformen, Siedlungsstrukturen und Mobilität mit dem Klimaschutz in Beziehung stehen. Zusätzlich wurde untersucht, wie die Strukturprobleme von Zersiedlung und inszenierter Ländlichkeit durch innovative Handlungsstrategien überwunden werden können.

Die Ergebnisse des Projektes wurden in einem Policy Paper zusammengeführt.