iReliefs

Laufzeit 01.07.2018 – 30.06.2021

Das transdisziplinäre Vorhaben “Indirect Rebound Effects – Lifestyle-segmentation and Interventions with Efficiency-Feedback and Sufficiency” soll indirekte Rebound-Effekte auf Haushaltsebene quantifizieren und zum Verständnis indirekter Rebounds beitragen, insbesondere hinsichtlich verschiedener Lebensstile. Der Forschungsverbund kooperiert mit Praxispartnern aus den Bereichen Elektromobilität, nachhaltige Textilien und Marktforschung sowie mit Nichtregierungsorganisationen.

Es soll ein grundlegender methodischer Beitrag zur Quantifizierung indirekter Rebound-Effekte auf der Basis des Carbon Footprint sowie der damit verbundenen Einkommens- und Substitutionseffekte auf der Ebene privater Haushalte in Deutschland geleistet werden. Das Projekt trägt zum theoretischen Verständnis indirekter Rebounds bei, indem es neben pekuniären Handlungsmotiven auch sozial- und moralpsychologische (z.B. Moral Licensing) Wirkungsmechanismen betrachtet. Das Projekt liefert anwendungsorientierte Erkenntnisse, indem es Maßnahmen zur Vermeidung und Reduzierung von suffizienz- und effizienzbedingten indirekten Rebounds identifiziert und im Rahmen von Interventionsstudien evaluiert. Implikationen für politische Entscheidungsträger werden abgeleitet. Das Projekt soll erforschen, welcher Informationsbedarf bei Konsumenten besteht und prognostizieren, wie sich ausgewählte verhaltenssteuernde Maßnahmen (u.a. ökonomische Incentives, Nudging, Verbraucherinformationen) auf eine Reduzierung von indirekten Rebounds auf der Ebene privater Haushalte auswirken können.

KlimKom

Laufzeit 01.01.2018 – 31.08.2019

Das gemeinsamt mit dem Department für Geographie der LMU (Prof. Schmude) durchgeführte und vom BMUB geförderte Verbundprojekt “Klimakompetent in die Zukunft: Bildungsangebot für prädikatisierte Heilbäder und Kurorte” beschäftigt sich mit den zu erwartenden klimatischen Veränderungen und deren Auswirkungen auf Kurorte zu machen.

Prädikatisierte Heilbäder und Kurorte sind mit ca. 30% aller Übernachtungen das zentrale Angebotssegment des Gesundheitstourismus in Deutschland: nachfrageseitige Zielgruppen sind sowohl Gesunde, aber auch gesundheitlich Eingeschränkte und Personen mit einer diagnostizierten Erkrankung. Gerade die beiden letztgenannten Personengruppen reagieren besonders empfindlich auf Wetter und Klima. Aber auch die natürlichen, ortsgebundenen Heilmittel – also die Angebotsbasis eines jeden prädikatisierten Kurortes oder Heilbades – werden durch den Klimawandel beeinflusst. So ist die gravierendste Folge die Gefahr des Prädikatsverlusts einiger Kurorte, wenn sie aufgrund des zunehmenden Hitzestresses im Sommer oder des abnehmenden Kältereizes im Winter die Richtlinien für das jeweilige Prädikat nicht mehr erfüllen können.

Ziel ist es, ein Bildungsangebot für prädikatisierte Kurorte und Heilbäder zu schaffen, das Mitarbeiter/innen und Beschäftigte nicht nur über den Klimawandel informiert und sie für seine Herausforderungen sensibilisiert, sondern auch gleichzeitig zu Strategien befähigt, mit denen die besonders vulnerablen Zielgruppen der Gäste und Patienten entsprechend geschützt werden können. Das Projekt fokussiert daher Fragen der gesellschaftlichen Wahrnehmung möglicher Folgen des Klimawandels und der Gestaltbarkeit von Klimaschutz- und Anpassungsstrategien. Mitigation und Adaption werden insofern miteinander verknüpft, als es in dem Bildungsangebot insbesondere um explizites Wissen über die regional bedeutsamen Veränderungen des Klimas, deren Perzeption und darauf zielende Handlungsansätze geht – ohne dabei naturwissenschaftlich-technische Problemformulierungen und Lösungsstrategien außer Acht zu lassen.

 

ZED

Laufzeit 01.11.2017 – 31.10.2022

Das auf fünf Jahre angelegte Projekt „Zwickauer Energiewende Demonstrieren“ (ZED) ist ein von der Stadt Zwickau initiiertes Verbundvorhaben von wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Partnern. Oberstes Ziel ist es, Technologien und Methoden für die lokale Energiewende und insbesondere die Wärmewende vor Ort zu entwickeln und in einem geeigneten Quartier in Zwickau-Marienthal als Reallabor zu demonstrieren. Dabei bildet die Konzeption und Implementierung elektrisch-thermischer Verbundsysteme die Grundlage für eine energetische Quartiersentwicklung zur Realisierung von Null-Emissions-Quartieren. Hierfür sind hocheffiziente Speichertechnologien und die Kombination elektrischer und thermischer Gesamtkonzepte erforderlich. Aufgrund der in Zwickau vorzufindenden demografischen Struktur ist die Stadt schon heute näher an der Zukunft – sei es hinsichtlich der Bevölkerungsstruktur oder dem vergleichsweise hohen technischen Startniveau infolge der zahlreichen durchgeführten Projekte in diesem Umfeld. Die Sozialgerechtigkeit spielt in Schwerpunktregionen wie Zwickau eine besondere Rolle. Es ist in diesem inter- und transdisziplinären Vorhaben unabdingbar, eine nutzerorientierte und -zentrierte Technologieentwicklung anzustreben.

Daher hat das Teilprojekt „ZED – Nachhaltige und nutzerorientierte Technologieentwicklung“ zum Ziel, bei aller Komplexität der Technologieentwicklung, die Aspekte der sozialen Gerechtigkeit nicht außer Acht zu lassen. Die Sicherung von bezahlbaren, energieeffizienten und möglichst klimaneutralen Wohnraums für alle Bevölkerungsschichten, Altersgruppen und Familienstrukturen steht hier im Fokus. Das bedeutet, dass der Energiearmut wie auch der Altersarmut entgegengewirkt werden soll. Die Entwicklung und Demonstration von sozio-ökonomischen Modellen für eine nachhaltige Versorgungsstruktur im Quartier Zwickau-Marienthal ist entsprechend eines der Hauptziele. Im Sinne einer nachhaltigen Wärmewende wird ein umfassenderes Verständnis der Interaktion von Gebäudephysik, unterschiedlichen Versorgungssystemen und dem individuellen Verbrauchsverhalten der Bewohner angestrebt. Unter Einbezug der Soziodemographie, aber auch variierender Vorstellungen bezüglich eines angenehmen Raumklimas können die Gewohnheiten und Präferenzen der Bewohner frühzeitig erfasst werden und in die Technikgestaltung einfließen.

Das Projekt wird gefördert im Rahmen der Förderbekanntmachung „Solares Bauen/ Energieffiziente Stadt“ durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Weitere Infos

 

InTrans InTrans_Logo

Laufzeit 01.06.2015 – 31.05.2018

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Vorhaben „Integrierte Analyse einer grünen Transformation: Analyse ökonomischer, sozialer und technologischer Transformationspfade“ (InTrans) hat sich zum Ziel gesetzt, Transformationspfade hin zu einer ökologisch und sozial nachhaltigen Ökonomie aufzuzeigen. Dabei stehen mittel- bis langfristige Perspektiven unter Maßgabe einer sich wandelnden Umwelt im Mittelpunkt. Das Vorhaben ist interdisziplinär angelegt und bringt Forschende aus Philosophie, Ökonomie und Soziologie zusammen. So können konkrete Politikempfehlungen zur Ausgestaltung und Governance nachhaltigen Wandels abgeleitet werden. Die gezielte Einbindung von Praxispartnern garantiert höchste wissenschaftliche Qualität sowie praktische Relevanz der Teilvorhaben.

AP6 (LMU): Analyse gesellschaftlicher Adaptionsfähigkeiten im Prozess des Wandels

Die Fähigkeit der Gesellschaft zur Adaption neuer Technologien und Lebensstile spielt eine entscheidende Rolle im Transformationsprozess. Die Anpassungsfähigkeit wird durch die in in den anderen Arbeitspaketen adressierten Mechanismen beeinflusst, aber nicht vollständig determiniert. Denn auch nationale Traditionen und unterschiedliche gesellschaftliche Milieus spielen eine wichtige Rolle bei der sozial-ökologischen Neuausrichtung. AP6 greift die Ergebnisse der vorangegangenen APs auf und ergänzt diese durch eine historische und soziologische Perspektive.

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